Unter Wasser - Stress und Führung beißen sich

10. September 2019 - 12:00

Autorin:        Hanneke Riedijk / Nadine Plantz

Die anspruchsvollen Arbeitsaufgaben im Kundenservice führen zu Stress und belasten den Arbeitsall-tag! Laut Die Zeit (2.2.2017) ist “Hoher Stress (…) in der Branche üblich“ und „(…) werden die aller-meisten Krankheitstage wegen psychischer Belastung eingereicht.“ Wenn wir Stress mit dem sprich-wörtlichen Gefühl „unter Wasser“ zu sein vergleichen, so haben Ohren und Augen kaum noch Nutzen: der Wasserdruck beschränkt die Sinneswahrnehmung.

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Das heißt also, dass gestresste Führungskräfte für andere nicht da sein können, selbst wenn sie es gerne wären. Deshalb, und zu ihrer eigenen Gesundheit, ist Stressabbau unerlässlich.
Führungskräfte sind Rollenmodelle für gesunde Führung in gesunden Unternehmen. Genau sie sind gefragt ihren Beitrag zu leisten, um wirkliche Veränderungen zu schaffen.

Sie haben Lust echte Veränderung anzustreben?

Dann lesen Sie hier weiter. Denn in diesem Artikel präsentieren wir Ihnen drei einfachen Lösungen für den Stressabbau: kleine Schritte, die im Alltag zu großen Veränderungen führen. Schaffen Sie sich eine angenehme Routine und integrieren Sie diese sofort in Ihren Arbeitsalltag!

1.    Aufstehen, Balancieren und Telefonieren

Der Effekt: Sie schonen Ihre Wirbelsäule und regen Ihren Kreislauf an.

  1.  Stellen sie sich auf ein Bein. Mit welchem Bein ba-lancieren Sie einbeinig besser, ohne sich mit den Händen festhalten zu müssen? Telefonieren Sie einfach weiter und halten Sie die Balance. Schaf-fen Sie mindestens 15 Sekunden?
  2. Anspruchsvoller wird die Übung, wenn Sie gleich-zeitig einen Arm ausstrecken. Können Sie den Arm kreisen lassen? Mit diesem Koordinations-training stärken Sie gezielt die stabilisierende Muskulatur.
  3. Ermutigen Sie Ihre Kollegen und Mitarbeiter genau das gleiche zu tun wie Sie! Bei jedem Telefonat stehen Sie auf und stellen sich einbeinig an den Tisch. Wer dies 20x am Arbeitstag absolviert hört nicht nur im Telefonat besser zu, sondern arbeitet gleichzeitig an der Gesundheit. Das ist eine reine Win-Win-Situation!

audiomaster - raus aus der Brustatmung

2.    Raus aus der Brustatmung

Der Effekt: Der Körper wird ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Zellstoffwechsel, Immunabwehr und Konzentrationsfähigkeit werden gestärkt, indem Gewebe, Organe und das Hirn so richtig durchblutet werden.

Die meisten Menschen neigen bei Stress zur Brust- oder Schulteratmung. Auf Dauer kann dies zu Kurzatmigkeit, Beklemmungsgefühlen und einer schlechten Haltung führen. Nehmen Sie sich nach einer anspruchsvollen Aufgabe 2 Minuten Zeit, um sich mit einer kleinen Atemübung wieder zu sam-meln:

  1. Stehen Sie auf und lockern Sie sich ein wenig. Kreisen Sie Ihren Kopf, Ihre Schulter und lo-ckern sie Arme und Beine indem Sie sie ausschütteln. Stellen Sie sich bequem etwa hüftbreit auf. Ihr Blick geht geradeaus und die Wirbelsäule ist gerade.
  2. Dann schließen Sie die Augen und beobachten Ihren Atem. Atmen Sie tief in den Bauch hinein - die Hand auf dem Bauch legen hilft, den Atem zu lenken - und atmen Sie möglichst langsam und tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Zählen Sie jetzt 10 Atemzüge. Durch das Zählen der Atemzüge konzentrieren Sie sich voll und ganz auf die bewusste At-mung.

3. Eine richtige Pause machen

Der Effekt: Mehr Entspannung im Alltag

Das Hirn braucht Pausen, um sich zu regenerieren. Pause bedeutet nicht nur, die Arbeit oder einen Vorgang kurz zu unterbrechen, sondern vor allem eins: Stillstand.

  1. Wenn Sie im Arbeitsalltag viel sitzen, dann stehen Sie in ihrer Pause auf. Halten sie einen Plausch mit den Kollegen, während eines kleinen Spazierganges auf Hof, Park oder Bürogebäude. Der Freiraum für mehr Leistung und Kreativität liegt meist nicht am Arbeitstisch.
  2. Die Schlafforschung hat herausgefunden, dass wir vollautomatisch unsere Nachtruhe in 90-Minutenphasen aufteilen. Auch am Tag sollten wir den Rhythmus beachten, denn auch wach funk-tionieren Körper und Geist in einem 90-Minutentakt. Folgen Sie diese biologischen Uhr, denn so schaffen Sie mehr Entspannung in Ihrem Arbeitsalltag. Mindestens alle 90 Minuten eine 10-minütige Pause einplanen gehört dazu. Ggf. im Kalender als Ich-Zeit vermerken mit Blocker für je-den Tag und jede Woche.
  3. Inspirieren und motivieren Sie ihre Kollegen dies auch einmal gezielt eine Woche lang auszuprobieren.

Drittpersonen zu Verbündeten machen

Sind Sie zur Veränderung bereit? Super, dann fangen Sie an! Mit unseren Tipps wird es Ihnen sicher gelingen. Noch besser aber wird es, wenn Sie Kollegen und Familien-Mitglieder zu Verbündeten ma-chen. Diese Mitwisser möchten gewiss Ihre Erfolgsgeschichten hören. Nutzen Sie diese und jede an-dere Hilfestellung von außen, um dran zu bleiben. Viel Spaß dabei!

Haben Sie weitere Ideen, wie Sie und wir gerade im Büroalltag mehr Gutes für uns tun können? Schreiben Sie uns auf info@audiomaster.berlin.

 

Über die Autorin

Audiomaster, Hanneke Riedijk

Tel.      +49 (30) 78898811
E-Mail: hr@audiomaster.berlin
Web:    www.audiomaster.berlin

Mein Dank für die Bilder geht an:
https://unsplash.com/photos/wdhQcnLlXbU, https://unsplash.com/photos/flEStjHTY14 und unsere Nadine